Die Komparatistik (Vergleichende Literaturwissenschaft / Comparative Literature) ist eine Philologie, die literarische Texte und andere Artefakte unterschiedlicher Sprach- und Kulturräume untersucht. Seit den akademischen Anfängen des Fachs um 1800 steht die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sprachen und der Entwurf einer Literaturgeschichte jenseits politischer und geographischer Grenzen im Vordergrund. Dabei erweitert die Komparatistik ihre Analyse von Texten und Graphemen seit jeher auf den Vergleich zwischen Künsten und Medien, beispielsweise mit einem Konzept der ‚Weltliteratur‘, das Formen der Kommunikation, des Austauschs, der Aneignung und der Überbietung umfasst. Entsprechend ist das Fach offen für Theorien und Konzepte aus anderen Disziplinen und trägt selbst zur Theoriebildung in den Literatur- und Kulturwissenschaften bei.

Die Erlanger Komparatistik setzt in Forschung und Lehre Schwerpunkte in den westeuropäischen, osteuropäischen und nordeuropäischen Literaturen, die im Kontext je spezifischer Sprach- und Kulturräume mit Blick auf verschiedene Formen und Phasen der Globalisierung betrachtet werden. Die historische Breite der Projekte und Veranstaltungen reicht dabei von der frühen Moderne bis zur Gegenwart.

Das Fach kann derzeit im Rahmen verschiedener Bachelor- und Master-Studiengänge als Teil- und Kernfach studiert werden; ein eigener Bachelor-Studiengang Komparatistik / Comparative Literature ist in Vorbereitung. Der Masterstudiengang Literaturstudien interkulturell und intermedial verbindet komparatistische Inhalte und Methoden mit Elementen aus anderen Literatur- und Medienwissenschaften und ermöglicht so die Wahl und Bildung eigener Schwerpunkte. Eine Zulassung zur Promotion im Fach Komparatistik ist im Rahmen eines Betreuungsverhältnisses oder der Aufnahme in ein Graduiertenkolleg möglich, wenn ein entsprechender Masterabschluss oder ein vergleichbarer Studienabschluss vorliegt.

Am 19. Januar 2018 beginnt am Lehrstuhl für Komparatistik der FAU der neue Workshop der Bayerischen Akademie des Schreibens, geleitet von dem Schriftsteller Christoph Peters und der Lektorin Eva-Maria Kaufmann. Eine öffentliche Lesung mit Gespräch findet um 19:30 Uhr im Wassersaal der Orangerie statt. Der Eintritt ist frei.

Der Workshop soll die poetologische und politische Bedeutung von Berührung an die Materialität und Sensualität von Apparaturen des Berührens zurückzubinden. Ausgehend von der Konfiguration der Apparaturen der Berührung, wollen wir die Fragen danach, wer berührt, was berührt wird und womit Berührung stattfindet, auf eine neue Weise stellen. Mehr Informationen und das Programm finden Sie hier.

Workshop: Vom Schreibtisch. Der leere Schreibtisch. (Literatur-)Geschichte eines Phantasmas an der LMU München, 14.12-16.12.2017. Weitere Informationen finden Sie bitte hier: schreibtisch-plakat-a4

Das interdisziplinäre Zentrum für Literatur und Kultur der Gegenwart und der Lehrstuhl für Komparatistik haben sich an der Langen Nacht der Wissenschaften mit der Präsentation literarischer Texte in diversen (außer)europäischen Sprachen beteiligt. Die Texte wurden als mehrsprachige Sprachkunstwerke ...

Kontakt über Sekretariat

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