Die Komparatistik (Vergleichende Literaturwissenschaft / Comparative Literature) ist eine Philologie, die literarische Texte und andere Artefakte unterschiedlicher Sprach- und Kulturräume untersucht. Seit den akademischen Anfängen des Fachs um 1800 steht die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sprachen und der Entwurf einer Literaturgeschichte jenseits politischer und geographischer Grenzen im Vordergrund. Dabei erweitert die Komparatistik ihre Analyse von Texten und Graphemen seit jeher auf den Vergleich zwischen Künsten und Medien, beispielsweise mit einem Konzept der ‚Weltliteratur‘, das Formen der Kommunikation, des Austauschs, der Aneignung und der Überbietung umfasst. Entsprechend ist das Fach offen für Theorien und Konzepte aus anderen Disziplinen und trägt selbst zur Theoriebildung in den Literatur- und Kulturwissenschaften bei.

Die Erlanger Komparatistik setzt in Forschung und Lehre Schwerpunkte in den westeuropäischen, osteuropäischen und nordeuropäischen Literaturen, die im Kontext je spezifischer Sprach- und Kulturräume mit Blick auf verschiedene Formen und Phasen der Globalisierung betrachtet werden. Die historische Breite der Projekte und Veranstaltungen reicht dabei von der frühen Moderne bis zur Gegenwart.

Das Fach kann derzeit im Rahmen verschiedener Bachelor- und Master-Studiengänge als Teil- und Kernfach studiert werden; ein eigener Bachelor-Studiengang Komparatistik / Comparative Literature ist in Vorbereitung. Der Masterstudiengang Literaturstudien interkulturell und intermedial verbindet komparatistische Inhalte und Methoden mit Elementen aus anderen Literatur- und Medienwissenschaften und ermöglicht so die Wahl und Bildung eigener Schwerpunkte. Eine Zulassung zur Promotion im Fach Komparatistik ist im Rahmen eines Betreuungsverhältnisses oder der Aufnahme in ein Graduiertenkolleg möglich, wenn ein entsprechender Masterabschluss oder ein vergleichbarer Studienabschluss vorliegt.

Das interdisziplinäre Zentrum für Literatur und Kultur der Gegenwart präsentiert sich an der Langen Nacht der Wissenschaften mit der Präsentation literarischer Texte in diversen (außer)europäischen Sprachen. Die Veranstaltung findet am 21.10.2017, 18-1 Uhr, statt im Seminarraum B301, Bismarckstr. 1, Erlangen.

Mit der Digitalisierung haben sich endgültig viele zeitgenössische Sprachkunstwerke weit von dem entfernt, was gemeinhin als Literatur verhandelt wird. Der literarische Schaffensprozess besteht längst nicht mehr nur – und in Zukunft möglicherweise noch viel weniger – darin, neue, eigene Texte zu verfassen und diese dann einem Verleger zur Publikation in einem gedruckten Buch zu überlassen.

Das DFG-Netzwerk ‚Berühren: literarische, mediale und politische Figurationen‘ wurde unter Antragstellung von Dr. Andrea Erwig (ZfL Berlin) und Dr. Sandra Fluhrer (FAU-Erlangen Nürnberg) für eine Laufzeit von zwei Jahren ab 1.9.2017 bewilligt. An der FAU Erlangen-Nürnberg, wo das Netzwerk im ersten ...

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