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Neuerscheinung: Berühren. Relationen des Taktilen in Literatur, Philosophie und Theater

Themenheft Komparatistik-online (2019)

In der Geschichte der Sinne führt der Tastsinn ein Schattendasein und stand lange Zeit hinter dem Sehsinn zurück. In den Kultur- und Medienwissenschaften haben der Tastsinn und das Berühren zuletzt neue Aufmerksamkeit erfahren, literaturwissenschaftliche Annäherungen sind bislang jedoch noch selten. Die Beiträge dieses Bandes zeigen das Berühren als relationale Figur, in der Anschauung und Affizierung, Bildlichkeit und Buchstäblichkeit, Begreifen und Ergreifen, Idealität und Materialität zueinander in Beziehung treten. Dabei rücken auch Wahrnehmungsbereiche in in den Vordergrund, die zumeist unter dem Primat des Visuellen verhandelt wurden. In neuen Lektüren literarischer und philosophischer Texte schlagen die Beiträge eine Ausweitung der Sinnesbezüge vor.

 

Inhaltsverzeichnis:

Andrea Erwig, Sandra Fluhrer: Berühren. Relationen des Taktilen in Literatur, Philosophie und Theater (S. 1-7)

Susanne Strätling: Philologie der Hand (S. 8-33)

Johannes Ungelenk: Berührung berühren – Begreifen verboten. Cheirophobe Philologie in Platons Gastmahl (S. 34-54)

Alexander Waszynski: Berührbarkeit. Krisen der Distanznahme bei Hans Blumenberg und Jacob Burckhardt (S. 56-78)

Maha El Hissy: Die verwitwete Jungfrau, oder: die gespenstische Hand der Restauration. Hebbels Judith (S. 80-94)

Sandra Fluhrer: „Fuß der Leidenschaft“. Vier Abschnitte zur Bodenhaftung des politischen Theaters (S. 96-123)

Jakob Gehlen: Zwischen Ergreifen und Berühren. Die Rom-Ankunft des Ich in Goethes Römischen Elegien (S. 124-146)

Gudrun Püschel: Das Berühren der Erinnerung. Praktiken der Erinnerungskultur Goethes (S. 148-168)

 

Hg. v. Andrea Erwig und Sandra Fluhrer

Open Access: https://www.komparatistik-online.de/index.php/komparatistik_online/issue/view/16

 

DFG-Netzwerk Berühren: Literarische, mediale und politische Figurationen