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DFG-Forschungsprojekt „Artefakte der Avantgarden 1885–2015“

DFG-Forschungsprojekt „Artefakte der Avantgarden 1885–2015“

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Cornelia Ortlieb, FU Berlin

PD Dr. Annette Gilbert, FAU Erlangen

 

Mitarbeit:

Timo Sestu, FU Berlin

Andreas Bülhoff, FAU Erlangen

 

 

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2019-2022)

 

Das DFG-Projekt „Artefakte der Avantgarde 1885–2015“ nimmt die Geschichte der europäischen Avantgarden von ihren Rändern her in den Blick und will erstmals die außergewöhnlichen, immer noch weitgehend unbekannten Artefakte aus Papier, die seit Mallarmé die ‚Avantgarde der Avantgarden‘ prägen, und deren zeitgenössische digitale Wiederkehr in den digital-analogen Medienhybriden und bewegten Schrift-Bild-Ensembles der Gegenwartsliteratur im historischen und systematischen Zusammenhang sichten, analysieren und zugänglich machen. Ausgehend von diesen Objekten sollen die je spezifischen avantgardistischen Schreibweisen und Praktiken beschreibbar und die einzelnen Artefakte als jeweils neue Verhandlung der ästhetischen, poetologischen, historischen und politischen Dimensionen des Literarischen rekonstruiert werden. Dabei wird die gegenwärtige Konjunktur avantgardistischer Schreibweisen mit den Mitteln des digitalen Zeitalters eine neue Reflexion auf die je eigene historische Signatur innovativer Schreibweisen ermöglichen. Das Projekt situiert sich an der Schnittstelle literatur- und buchwissenschaftlicher, objektbezogener, materialtheoretischer und praxeologischer Überlegungen und will einen substantiellen Beitrag zur Erschließung und Diskussion historischer und gegenwärtiger Arbeiten der ‚Avantgarden der Avantgarden‘ leisten.

 

Das Projekt gliedert sich in drei Teilprojekte, die (1) Mallarmés Papierarbeiten, auch in Übersetzungen und Transformationen, (2) hybride Publikationsstrategien aus Pdf und Print-on-Demand sowie (3) zwischen Materialität und Digitalität oszillierende Artefakte mit algorithmischer Architektur untersuchen.

 

Teilprojekt 1: Stéphane Mallarmés Papierarbeiten und die künstlerische Avantgarde um 1900 (Prof. Dr. Cornelia Ortlieb, FU Berlin)

Teilprojekt 2: Schlecht gemachte Bücher: Subversive Publikationspraktiken und hybride Artefakte der Neo-Avantgarde im postdigitalen Zeitalter (PD Dr. Annette Gilbert & Andreas Bülhoff, FAU Erlangen)

Teilprojekt 3: Künstlerische Praktiken im Zeichen von Algorithmizität und Computerisierung: digitale Artefakte zwischen Literatur und bildender Kunst (Timo Sestu, FU Berlin)